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Bürgervereine und -initiativen kämpfen als Interessengemeinschaft Kölner Süden (IGKS) gegen die Staus im Stadtbezirk Rodenkirchen! Sie forderten am 09.11.2013: ein wachstumsgerechtes Verkehrskonzept.

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Verkehrskonzept Köln Süd

Kölner Süden – Verkehrsstaus gibt es schon heute!

Die Rheinuferstraße, vor allem wegen der Reduzierung von vier auf drei Spuren südlich des Bayenthalgürtels, die Bonner Straße, vor allem südlich des Gürtels, und ganz besonders der Verteilerkreisel Köln-Süd, als das Nadelöhr vor dem Autobahnkreuz Köln-Süd, verursachen tagtäglich zu den Hauptverkehrszeiten erhebliche Staus. Als Folge verlagert sich der Individualverkehr verstärkt auf Schleichwege in die umliegenden Wohnviertel. Die Hauptverkehrsstraßen im Kölner Süden sind aber auch die Lebensadern für den gewerblichen Verkehr. Für Meschenich wird z.B. seit Jahren eine Umgehungsstraße gefordert, um den Lkw-Verkehr aus dem Ort herauszuhalten.

Alle Bürgervereine und Interessengemeinschaften im Kölner Süden fordern Lösungen für die vielen unterschiedlichen Verkehrsprobleme in ihren Vierteln. Allen ist klar, dass diese Probleme fast alle durch ein fehlendes übergeordnetes Verkehrskonzept verursacht sind. Jetzt haben sie ein gemeinsames Vorgehen abgestimmt, um die Kernprobleme der heutigen sowie auch der künftig zu erwartenden Staus zu beseitigen.

Die Lösung für die Stadt: Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene!

Im Wesentlichen betroffen sind die Bahnlinie 16 am Rheinufer und die Buslinie 132 über die Bonner Straße. Beiden gemeinsam ist, dass sie zur Hauptverkehrszeit im 10-Minuten-Takt fahren und dabei einen Vergleich mit Sardinenbüchsen nicht scheuen müssen. Mit anderen Worten: Die maximale Kapazitätsauslastung ist erreicht.

Die zweite Baustufe der Nord-Süd Stadtbahn soll hauptsächlich die Attraktivität der Linie 16 steigern, d.h. Verkürzung der Fahrzeit bis zum Hauptbahnhof Köln um 11 Minuten durch Nutzung des neuen Tunnels (Fertigstellung aufgrund des Einsturzes des Stadtarchivs nicht vor 2026). Eine zusätzliche "Entlastung des Straßenverkehrs" kann aber nur erreicht werden, wenn auch die Taktfrequenz auf einen 5-Minuten-Takt erhöht wird. Doch das wird die Rheinuferstraße, die von der Linie 16 ebenerdig gequert werden soll, mit der normalen Bahnübergangs- und Straßensicherungs-Anlage (BÜSTRA) nicht verkraften. Wie bereits durch Untersuchungen im Auftrag der Stadt festgestellt, würde es zu stundenlangen Dauerstaus kommen. Weitere Staus würden am Heinrich-Lübke-Ufer und an den Bahnübergängen in Rodenkirchen entstehen. Ein erster Erfolg der IGKS ist, dass die Ampelschaltung deutlich verkürzt wurde.

Auf der Bonner Straße sollen die Pendler künftig die neue Linie 5 (3. Baustufe der Nord-Süd Stadtbahn) nutzen anstelle des Pkw's. Dafür müssen aber nördlich des Gürtels zwei Fahrspuren der Bonner Straße geopfert werden.

Die zunächst am Verteilerkreisel Köln-Süd vorgesehene Endhaltestelle wird es wohl nicht geben. Dank unermüdlicher Forderungen soll mit der Verlängerung der Nord-Süd Stadtbahn über Rondorf nach Meschenich (4. Baustufe) nun doch nicht erst in 40 bis 50 Jahren, sondern schon im Jahr 2022 begonnen werden. Die Buslinie 132, mit den Fahrgästen aus Rondorf und Meschenich, wird weiterhin zum Hauptbahnhof fahren, solange die Bahn den Tunnel unter dem Waidmarkt nicht durchfahren kann.

Der Verteilerkreisel ist seit langem das eigentliche Nadelöhr und der größte Stauverursacher. Ein geplantes Parkhaus am Verteilerkreis mit gerade einmal 540 Stellplätzen würde das Verkehrsaufkommen nicht entlasten.

Die Bürgervereine und Interessengemeinschaften im Kölner Süden haben deshalb ihre Kernziele und Forderungen am 03.12.2013 präzisiert:

– Vierspuriger Ausbau der Rheinuferstraße südlich Bayenthalgürtel.
– Untertunnelung der Nord-Süd Stadtbahn auf der Rheinuferstaße.
– Dringende Verkehrsertüchtigung des Verteilerkreisels Köln-Süd.
– Zeitnaher Ausbau der Nord-Süd Stadtbahn bis Meschenich.

Groß-Parkanlagen am Ende der Ausbaustrecken der zweiten und vierten Baustufe der Nord-Süd Stadtbahn, und zwar direkt an den Autobahnen A555 (z.B. am Bahnhof Godorf, nahe der vierspurigen Landstraße 150) und A553 (bei Meschenich), sind eindeutig besser geeignet, das erklärte Ziel zu erreichen, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bekommen, und zwar vor den Gebieten mit regelmäßigen Verkehrsstaus.

KVBParkdeck über den HGK-Gleisen am Bahnhof Godorf.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich in ihren Bürgervereinen und Interessengemeinschaften für die Umsetung dieser Forderungen durch den Rat und die Verwaltung der Stadt Köln einzusetzen. Sollten Sie eigene Initiativen mit diesem Ziel starten, dann lassen Sie von sich hören (redaktion[at]ag-heidekaul[dot]de)!

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